• Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden

Homeschooling Thema : Winter und Schnee

Aktualisiert: Apr 17


Der Winter ist eine malerische Jahreszeit.


Beim Malen einer Schneelandschaft ist Weiss die vorherrschende Farbe, sollte man meinen. Doch dem ist nicht so! Schnee ist selten weiss. Er reflektiert die Farben seiner Umgebung.


Stellen wir uns doch einmal ein paar Fragen:

1.Was geschieht im Winter?

Es wird zuerst einmal kälter, die Tage kürzer.

Die Sonne steht tiefer. Also sind auch die Schatten länger. Es hat weniger Tageslicht.


2.Was beobachten wir im Winter, bei Schnee?

Die Formen werden weicher, z.B. wenn Schnee auf den Astgabeln liegt, weisen sie weiche Übergänge auf. Es gibt Schneeverwehungen, Mulden, aus denen Zweige herausragen.

Eiszapfen, glitzerndes Eis, Raureif, Schneeflocken und Schneestürme.


3.Welche Farbe hat der Winter?

Schnee kann die unterschiedlichsten Farbtöne aufweisen. Je nach Tageszeit und Umgebung verändern sie sich.

An frühen Nachmittagen kann das Licht rosa und glühend sein.

An grauen Tagen bildet der Himmel einen starken Kontrast zum hellen Schnee.

Die Abendhimmel werden farblich intensiver, sind oft von gelblicher Farbe oder sogar rot.

Schatten in den Bergen scheinen uns oft in einem tiefen Blau.


An manchen Sträuchern befinden sich rote Beeren.

Menschen können mit ihrer Kleidung farbliche Tupfer bilden.


Man kann nun eine Winterlandschaft realistisch wiedergeben.

Spannender scheint es mir aber, wenn man versucht, den Zauber einer Landschaft einzufangen. Dabei spielt die Technik keine Rolle.



Hier nun einige leichte Übungen und Tipps:



Wichtig ist, warme und kalte Farbtöne gegeneinander auszuspielen!

Bildschwerpunkte beachten. Ballungsräume schaffen.

Farbakzente setzen damit das Bild nicht langweilig wirkt.








Val d`Isere


verwendete Farben: Kobalt Blau, Ultramarin Blau, Umbra Natur und gebr. Siena


Die Beziehung zwischen Himmel und Landschaft ist sehr wichtig für den Zusammenhalt einer Komposition. Durch Farbabstufungen lassen sich so besondere Stimmungen verdeutlichen. Hier ist ein Gewitter im Anzug, ein stürmischer, bewegter Himmel gegen eine ruhige Landschaft gesetzt.

Verwendete Farben: Neapel Gelb, gebr. Siena, Kobalt Blau Strasse zwischen Obfelden und Ottenbach


Ausschnitt vom Himmel im oberen Bild


Man sollte auch die Farbigkeit der Graubereiche und Schattenpartien genau studieren. Sie geben einem Bild die nötige Struktur.


Dabei nicht zu sehr in die Einzelheiten gehen!



Links wurde die Lautlosigkeit eines verschneiten Dorfes

wiedergegeben mit den Farben: Ultramarin Blau, Kobalt Blau, Gebr. Siena, Lichter Ocker, wässriges Karmin Rot,





Ausschnitt Landschaft in Obfelden



Die Nadelbäume sind auch im Winter grün, die Lärchen orange bis gelb.

Viele Bäume behalten einen Teil ihrer Blätter.




Auch wenn es draussen zu kalt ist zum Stillsitzen so kann man dennoch eine schnelle Skizze anfertigen, um eine besondere Stimmung einzufangen.





Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, führe ich immer einen kleinen Malkasten mit mir. So kann ich überall meine Skizzen anfertigen.

















Das Licht spielt bei Winterlandschaften eine wichtige Rolle. Farbiger Schnee verändert sich von den Licht - zu den Schattenbereichen. Die von der Sonne beschienen Bereiche haben einen warmen Farbton, die Schattenpartien wirken kühler.


Es ist leider so, dass der Schnee sich zurzeit in tieferen Lagen kaum blicken lässt und wir die Veränderungen nicht feststellen können. Darum werde ich in meinem nächsten Blog Eintrag aufzeigen, wie man die Begleiterscheinungen des Winters, wie Schneeflocken, Reiff und glitzerndes Eis, wiedergeben kann.


Mit diesem Beitrag möchte ich all meine Schüler-innen anspornen, auch den Winter in seiner Farbenpracht anzunehmen und mutig den Pinsel zu schwingen. Wir alle haben etwas Freude verdient in dieser ungewöhnlichen und belastenden Zeit.


Euch allen wünsche ich ein gutes Gelingen und einen hindernisfreien Rutsch in das Jahr 2021.

Katharina


Ein Zitat von Wilhelm Raabe (1831 -1910)


Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht,

so gibt es doch den Mond und die Sterne

und die Lampe am Winterabend.

Es ist so viel Schönes Licht in der Welt.

































Oft ragen Gräser aus dem Schnee und erwärmen ihre Umgebung sodass kleine Mulden entstehen.


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