• Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden

Die Linie im Holzschnitt

Aktualisiert: Juni 23









"Eine Linie ist ein Punkt der spazieren geht." ein Zitat von Paul Klee 1879 - 1940



Im Holzschnitt ist die Linie das wichtigste Gestaltungsmittel. Schon in meinen vorhergehenden Arbeiten ( Vernetzungen, Einblicke-Ausblicke, auf den Punkt gebracht ) wurden meine Themen in ein konstruktives Liniennetz gesetzt. Ich versuchte eine bildhafte Umsetzung der Worte, indem ich eine Fläche mit Linien überzog und die Berührungspunkte für eine Verbindung sorgten.


Neu gebe ich der Linie eine weitere Funktion im Bild und verleihe meinen Gedanken eine abstrakte Form, die real nicht existiert, aber eine Fortsetzung der Vernetzungen bildet.


Die Funktion einer Linie ist zuerst einmal das Kennzeichnen einer Form und das Definieren des Objektes. Aber Linien können ebenso gut als eigenständiges Bild existieren.


Eine Linie hat allein schon grosses Ausdruckspotential. Sie definiert Flächen und Formen, ist vielfältig in ihrer Beschaffenheit. Sie kann einen Körper oder Raum kennzeichnen.


Jeder Schnitt ins Holz ist ein Endgültiger, jede weisse Linie eine Verletzung.

Linien sind vielfältig in ihrer Form:

gerade oder krumm, locker oder verkrampft, weich, zart oder hart, präzise oder oberflächig,

sicher oder tastend.



Linien haben eine Funktion in einem Bildwerk. Ordnet man sie dekorativ an so drücken sie eine Aussage aus. Jedes Bild hat seine Gestaltungs- und Formelemente.

Mit Linien lassen sich Bewegungen und Richtungen darstellen, ein Raumgefühl erzeugen.










Die Beschaffenheit einer Linie kann Empfindungen sowie Stimmungen hervorrufen wie Klänge in der Musik.


Ein Spiel mit Linien und Flächen ist für mich stets ein Überraschungsfaktor.










Der Widerstand eines Holzstocks beim Schneiden einer Linie zwingt zur Disziplin, zur knappen Formulierung.










Die Linie ist ein Gestaltungsmittel in der Kunst welche Gedanken eine Form verleiht, in Wirklichkeit allerdings inexistent ist.










Linien verändern Flächen. Sie können sie betonen, einengen aber auch zerstören oder auflösen.












Mit Linien lassen sich Bewegungen und Richtungen darstellen, ein Raumgefühl erzeugen.




Mit Linien kann ich spielen. Ich verdichte sie, indem ich Überlagerungen schaffe oder mittels Flächen Ruhezonen erzeuge. Weitere Effekte erziele ich durch Verwendung von Farben. So erhalten meine Bilder eine Eigendynamik. Es ist keinerlei voraussehbare Logik vorhanden und darin liegt ein besonderer Reiz.



Bildträger sind feine Japanpapiere oder ein Gewebe.

Jeder Druck ist ein Unikat und von Hand erstellt. Von Auflagen habe ich Abstand genommen.


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© 2016 Katharina Proch