top of page
  • Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden

Dichter der Romantik-Blaue Blume

Kleine Übung mit Aquarellfarben


Das Sinnbild der romantischen Sehnsucht: die Blaue Blume




Inhalt


Joseph Freiherr von Eichendorf 1788-1857 

Percy Bysshe Shelly 1792-1822

Harriet Westbrook Shelley 1795-1816

Mary Wollstonecraft Shelley  1797-1851

John Keats  1795-1821

George Byron 1788-1824



Die Romantik (1795 bis 1835) ist eine literaturgeschichtliche Epoche. Sie folgte dem Klassizismus und war eine Reaktion auf die Industrialisierung. Sie sollte der Gegenpol zur nüchternen und realitätsnahen Geistesströmung werden. Die Romantiker interessierten sich für die menschliche Seele, Träume und das Unbewusste. "Die Blaue Blume" wurde ein Symbol für diesen Individualismus, für das Ziel, im Einklang mit der Natur und ihren Gesetzen zu leben, dem eigentlichen Ziel der Romantik. Dichter übernahmen dieses Symbol in ihren Werken, die Musik wurde gefühlvoller.

Die blaue Blume wurde später auch ein Sinnbild der Sehnsucht nach der Ferne und ein Symbol der Wanderschaft.

Joseph Freiherr von Eichendorff war einer der ersten Dichter, der ein Gedicht mit dem Titel "Die blaue Blume" schrieb.


  Joseph Freiherr von Eichendorff 1788-1857 

„Die blaue Blume“


Ich suche die blaue Blume,

Ich suche und finde sie nie,

Mir träumt, dass in der Blume

Mein gutes Glück mir blüh.


Ich wandre mit meiner Harfe

Durch Länder, Städt und Au'n,

Ob nirgends in der Runde

Die blaue Blume zu schaun.


Ich wandre schon seit lange,

Hab lang gehofft, vertraut,

Doch ach, noch nirgends hab ich

Die blaue Blum geschaut.


Joseph Freiherr von Eichendorff wird zu den bedeutendsten und noch heute bewunderten deutschen Schriftstellern gezählt. Zahlreiche seiner Gedichte wurden vertont und vielfach besungen. Er ist ein Dichter des "Heimwehs". Seine Schilderungen der Natur und der Seele sind von metaphorischer Symbolik geprägt. Typisch für viele Werke Eichendorffs ist, dass sie aufgrund seiner eigenen starken Bindung zum Glauben häufig in einem religiösen Zusammenhang stehen. Eichendorffs idyllische Schilderungen der Natur und des einfachen Lebens sind geprägt von einer einfachen Bildlichkeit und Wortwahl.

Seine Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" gilt als Höhepunkt und ist zugleich Ausklang der Romantik. Mit etwa fünftausend Vertonungen gehört Eichendorff zu den meistvertonten deutschsprachigen Lyrikern. Erste literarische Versuche machte er in seiner Kindheit. Die Eindrücke, die er auf seinen Reisen nach Prag und Karlsbad unternahm, hielt er in Aufzeichnungen fest. Ab 1800 führte er Tagebuchaufzeichnungen und Abfassungen, die er mit eigenen Illustrationen versah. Häufige Theaterbesuche und frühe Gedichte sind aus dieser Zeit bekannt.

Joseph studierte mit seinem älteren Bruder Wilhelm Jura in Halle und besuchte philologische Vorlesungen bei Friedrich August Wolf, Friedrich Schleiermacher und Henrich Steffens. Wenn er sich daheim auf Schloss Lubowitz aufhielt genoss er das gesellige Leben mit Bällen und dem Jagen in der Umgebung.

Die beiden Brüder wollten später ihr Studium in Heidelberg fortführen, da Heidelberg nicht von den napoleonischen und bayrischen Truppen belagert wurde. Sie brachen am 4. Mai 1807 auf und reisten über Linz, Regensburg und Nürnberg.

Ruine Schloss Lubowitz 1788


Mit Otto von Loeben („Isidorus Orientalis“) und anderen Dichtern verband Eichendorff bald eine enge Freundschaft. Sie tauschten ihre Dichtungen im sog. "Eleusinischen Bund“ aus. Ab April 1808 unternahm Eichendorff eine Reise nach Regensburg, wo er im Mai 1808 eintraf. Von dort ging es weiter mit dem Postschiff auf der Donau nach Wien, damals eine übliche Art auf dem Wasser zu reisen. Im Sommer kehrte er nach Lubowitz zurück, um dem Vater bei der Verwaltung der Güter zur Seite zu stehen. Seine erste Veröffentlichung erschien unter dem Pseudonym „Florens“, Abdrucke einiger Gedichte in Asts, einer Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst. Um diese Zeit begann er auch mit der Niederschrift der Märchennovelle "Die Zauberei im Herbste".

1809 verlobte sich Eichendorff mit Aloysia (Luise) von Larisch (1792–1855), genannt Luise, der siebzehnjährigen Tochter des Gutsbesitzers Johann von Larisch.




Im November 1809 fuhr Eichendorff mit seinem Bruder nach Berlin, wo er Privat-Vorlesungen des Philosophen Fichte hörte und mit den Schriftstellern Arnim, Brentano und Kleist zusammentraf. Im Sommer 1810 setzte er das Studium der Rechte in Wien fort und schloss es 1812 ab.

Von 1813 bis 1815 nahm Eichendorff an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil. Er blieb bis Ende des Jahres 1815 bei den Besatzungstruppen und kehrte erst im folgenden Jahr nach Breslau zurück.

Im April 1815 hatte Eichendorff in Breslau Luise von Larisch geheiratet, noch im gleichen Jahr wurde sein erster Sohn Hermann geboren, 1817 der zweite Sohn Rudolf, 1819 die Tochter Therese, 1821 die Tochter Agnes, die jedoch im folgenden Jahr starb, und 1830 die Tochter Anna († 1832).

Nach dem Tod von Eichendorffs Vater 1818 wurden die meisten der hochverschuldeten Güter der Familie bis auf Schloss Lubowitz und das Gut Sedlnitz verkauft. Eichendorff trauerte dem Verlust der Welt seiner Kindheit sein Leben lang nach.

Mit den Diensten für etliche preußische Ministerien siedelte die Familie 1831 nach Berlin um und verbrachte dort mehrere Sommer im Sommerhaus in der Kreuzbergstraße nahe dem Viktoriapark.

1841 wurde Eichendorff zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Nach einer schweren Lungenentzündung 1843 ging er 1844 in den Ruhestand. Von 1856 bis 1857 lebte Eichendorff als Gast des Breslauer Fürstbischofs Heinrich Förster auf dessen Sommerresidenz Schloss Johannisberg bei Jauernig. Später zog er mit seiner Frau Luise zu seiner Tochter Therese und deren Mann, dem preußischen Offizier Louis von Besserer-Dahlfingen. Nach dem Tode seines Bruders Wilhelm am 7. Januar 1849 erbte Eichendorff dessen Grundherrschaft Sedlnitz.

In seinem letzten Lebensjahrzehnt beendete Eichendorff seine literarische Arbeit und betätigte sich stattdessen publizistisch. In dieser Zeit entstand seine „Geschichte der poetischen Literatur“.

Eichendorff starb am 26. November 1857 um 17 Uhr mit 69 Jahren an einer Lungenentzündung.

Das Grab von Joseph Eichendorff befindet sich auf dem Jerusalemer Friedhof in Neisse-Nysa in Polen.


Ein weiterer Dichter der Romantik war Percy Bysshe Shelley. Für mich war interessant, etwas über sein Leben und das anderer Poeten aus dieser Zeit zu erfahren und ich erlaube mir, euch mit auf eine kurze Reise in diese Epoche zu nehmen.

Wer interessiert ist, kann weiterlesen.



Percy Bysshe Shelley 1792- - 1822



Percy  Bysshe Shelley war ein britischer Schriftsteller der englischen Romantik. 1811 heiratete er mit 19 Jahren die 16-jährige Harriet Westbrook, eine Freundin seiner jüngeren Schwester, was zu einem Zerwürfnis mit seinem Vater führte. Harriet war hübsch, intelligent, gut belesen und charmant. Die Ehe der beiden, aus der eine Tochter hervorging, war leidenschaftlich, aber nicht ohne Probleme. Percy war ein Freigeist, ein Verfechter des Atheismus und geriet auf Grund seiner Schriften, sowie seines rebellischen Charakters immer wieder in Schwierigkeiten. Hauptangriffsziele waren die -etablierte Religion, die politische Tyrannei, die zerstörerischen Kräfte von Krieg und Handel, und die Perversion der menschlichen Liebe durch die Beschränkungen der Ehe-.  Auch setzte er sich für eine vegetarische Lebensweise ein.1811 wurde er wegen seiner Haltung gegenüber der Collegeleitung vom Colleges in Oxford verwiesen. Zwei Jahre später veröffentlichte er sein erstes, großes, philosophisches Gedicht: "Queen Mab".


Harriet Shelley 1795-1816



Während der Schwangerschaft seiner Frau Harriet lernte Percy Bysshe Shelley, 1814, Mary Godwin, die zweite Tochter der Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft Godwin und des Philosophen William Godwin kennen und führte mit ihr eine Liebesbeziehung. Seine Familie war mit dieser Verbindung nicht einverstanden, sodass Percy gemeinsam mit Mary und deren Stiefschwester England im Juli verliess und nach Frankreich reiste. Den Sommer des Jahres 1816 verbrachte das Paar gemeinsam mit dem damals schon berühmten romantischen Dichter Lord Byron, seinem Leibarzt John Polidori und Marys Stiefschwester Claire Clairmont am Genfersee. Im September kehrten alle nach London zurück.


 Mary Shelley 1797-1851


Mary Shelley geborene Mary Godwin, häufig auch als Mary Wollstonecraft Shelley bezeichnet, war eine englische Schriftstellerin des frühen 19. Jahrhunderts.


Von November 1814 an war Thomas Jefferson Hogg, Shelleys alter Freund, immer häufiger ein Besucher bei Shelley und Mary. Dabei muss es zu einer sexuellen Annäherung von Mary und Thomas gekommen sein. Mary war gerade erst 19 Jahre alt und schuf in dieser Zeit ihren Roman "Frankenstein". Mit diesem Roman über Frankenstein gründete sie zugleich die literarische Gattung der Science-Fiction.


Harriet war unglücklich. Finanziell war sie zwar abgesichert, hatte keine Sorgen und nahm sich einen Liebhaber. Als dieser sie schwängerte, nahm sie sich das Leben. Sie ertränkte sich 1816 im Serpentine River. Damals war sie einundzwanzig Jahre alt.


   Harriet Shelley


Die Todesanzeige in der London Times lautete:

"Am Dienstag wurde eine respektabel Frau, weit fortgeschritten in der Schwangerschaft, aus dem Serpentine River geholt und zu ihrem Wohnsitz in der Queen Street, Bromton, gebracht, nachdem sie fast sechs Wochen vermisst wurde. Sie hatte einen wertvollen Ring am Finger. Ein Mangel an Ehre in ihrem eigenen Verhalten soll zu dieser tödlichen Katastrophe geführt haben, ihr Mann ist im Ausland."


Ende 1816, nach dem Tod von Harriet, heirateten Mary Godwin und Shelley Percy Bysshe in England. Von 1818 bis 1822 lebte das Paar in Italien. Percy Bysshe Shelley beantragte das Sorgerecht für Harriets Kinder, das ihm aber verwehrt wurde auf Grund seiner "verwerflichen Lebensweise".



Shelley, der inzwischen zu Ruhm gelangt war, förderte den jungen Dichter John Keats, der nach seiner ersten Veröffentlichung auf verheerende negative Kritik gestoßen war.

Im Juli 1820 lud Shelley ihn zu sich nach Pisa, Italien, ein, da er von dessen sich verschlechterndem Gesundheitszustand gehört hatte. John Keats stirbt drei Monate nach seiner Ankunft, am 23. Februar 1921,  in seinem kleinen Schlafzimmer im zweiten Stock des Hauses, in dem er mit seinem Malerfreund Severn vier Zimmer gemietet hat. Er wird nur 25 Jahre alt.


1822 ertrank Percy Bysshe Shelley im Alter von 29 Jahren, als er von einem Besuch bei Lord Byron zurückkehrte, nachdem sein Schoner gekentert war. Wenige Tage später wurde sein Körper an der toskanischen Küste angespült. In seiner Tasche war eine Kopie von Keats Gedichten. Byron liess Shelly und seine Crew auf einem Scheiterhaufen am Strand in einer besonderen Zeremonie verbrennen. Er trauerte tief.


John Keats 1795-1821


John Keats war das vierte Kind einer lebenslustigen Mutter und eines geschäftigen Vaters. Schon mit sieben Jahren kam er in ein Internat, einer sog. Reformschule, in der freies Denken, Selbstverantwortung und klassische Bildung vermittelt wurde. Während dieser Zeit verunglückte sein Vater und einige Jahre später starb seine Mutter. Diese Ereignisse berührten John sehr und hinterliessen eine unbewusste Todessehnsucht in ihm, die er in einer "Ode an eine Nachtigall" niederschrieb.


„Im Dunkeln lauschte ich und manchmal liebte

 ich beinah die Sanftmut leichten Sterbens

und gab dem Tod gereimte Kosenamen“


Seine berühmteste Ode, "Griechische Urne" zeigt seinen unerschütterlichen Glauben an Wahrheit und Liebe.

„Und wenn das Alter uns in späten Tagen

dahinrafft, wird inmitten neuen Leids Dein Geist

ein Freund dem Menschen bleiben und ihm sagen:

Schönheit ist Wahrheit, Wahrheit schön, mehr weißt

Du nicht – Und mehr musst Du nicht wissen.“


John Keats arbeitete als Chirurgie-Gehilfe an einem Londoner Spital. In seiner freien Zeit dichtete er. Ein Sonett an die Einsamkeit war das erste Gedicht, das veröffentlicht wurde. Es erschien 1816. Mit 20 Jahren fand er Anschluss im Kreis politisch und künstlerisch wacher und kritischer Köpfe. Die ablehnende Haltung der Öffentlichkeit, die man mit Proleten-Poesie bezeichnete, ertrug er.

Im Herbst 1818, kurz bevor sein jüngerer Bruder an Tuberkulose starb, verliebte sich John Keats leidenschaftlich in Fanny Brawne, ein Mädchen aus der Nachbarschaft. „Ich kann ohne Dich nicht atmen“, schrieb er ihr und die beiden hätten wohl geheiratet, hätte Keats sich nicht Ende 1819 ebenfalls mit Tuberkuloseerregern infiziert. Im Februar 1820 spuckte er Blut und ahnte, was auf ihn zukommen würde. Im September schiffte er sich mit einem Freund nach Italien ein. Die Hoffnung, das milde Klima werde ihn heilen. Am 23. Februar 1821 stirbt John Keats in Rom, friedlich in den Armen seines Freundes.

Keats gehörte gemeinsam mit Percy Bysshe Shelley (1792-1822) und George Byron (1788-1824) der zweiten Generation der britischen Romantiker an. Kein Dichter seit Shakespeare habe so kunstreiche und tiefgründige Sonette geschrieben wie John Keats, sagt man in England.



George Gordon Byron 1788-1824

 


George Gordon Noel Byron, 6. Baron Byron, Sohn eines Südseeforschers und britischen Admirals, war ein britischer Dichter. Er gilt als einer der wesentlichen Vertreter der "Englischen Romantik".  

Er war der Vater der Mathematikerin Ada Lovelace, wahrscheinlich auch von Elizabeth Medora Leigh, und ist als Teilnehmer am Freiheitskampf der Griechen bekannt. Seinen Adelstitel erbte er mit 10 Jahren von seinem Großonkel William.

Während seiner Collegezeit verliebte er sich in einen zwei Jahre jüngeren Chorknaben, John Edleston. Sein Leben lang hatte er mehrere heterosexuelle und homosexuelle Beziehungen, die in England unter Strafe standen. Dafür nutze er seine vielen Reisen, besuchte Länder, die toleranter mit homosexuellen Beziehungen umgingen. Für seinen Briefwechsel benutzte er Code-Wörter.

Als er vom Tod seiner großen Liebe, John Edleston, erfuhr, durchlebte er eine längere Phase eines Apathie ähnlichen Zustands und schrieb eine Reihe von Elegien. (Klage-Gedichte).

1812 wurde Byron schlagartig bekannt durch Publikationen und zum Liebling der Londoner Gesellschaft mit zahlreichen Affären.

Seine Worte: "Ich erwachte eines Morgens und fand mich plötzlich berühmt"

Byron war bekannt als Dandy. Er unterhielt ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau, was einen Skandal auslöste. Nachdem er diese Liaison beendete, wurde er von ihr verfolgt. Sie wollte sich rächen.


Augusta Leigh 1783-1851

Halbschwester von Byron gemalt von James Holmes


1813 traf Byron seine Halbschwester Augusta Leigh wieder, Tochter seines Vaters aus erster Ehe. Viele Liebesgedichte, deren Inhalt geschwisterliche Liebe beinhalteten, zeugen von einer perversen Leidenschaft. Mit ihr hatte er vermutlich eine gemeinsame Tochter.

Um seinen Ruf zu rehabilitieren, heiratete Byron "Annabella" Milbanke.


Anne Isabella Milbanke 1792-1860 Charles Hayter 1800-1895











Ehefrau von Lord Byron gemalt von Charles Hayter 1811 Charles Hayter 1800-1895 engl. Maler


Nach kurzer Zeit litt die Ehe unter unüberbrückbaren Differenzen. Byron neigte zu brutalen Wutanfällen. Anne Isabella hielt ihren Mann für geisteskrank und bat einen befreundeten Arzt, ihn zu untersuchen. Dieser hielt ihn für gesund.

Die skandalumwobene Trennung des Ehepaars führte zu einem öffentlichen Eklat. Byron war gesellschaftlich isoliert und verliess London. Er lebte am Genfersee mit Claire Clairmont, Mary Godwins Stiefschwester. Mit ihr hatte er eine Tochter "Allegra", seine dritte insgesamt. Hier begegneten sich Lord Byron und Percy Bysshe Shelley zum ersten Mal.

1816 zog Byron nach Venedig. Hier begann er eine neue Affäre mit verheirateten Gräfin, Teresa Guiccioli, die sich bald von ihrem Mann trennte mit der Erlaubnis des damaligen Papstes, um mit Byron zusammenleben zu können. Die Affäre Byron und Gräfin Teresa Guiccioli dauerte vier Jahre.
















Gräfin Teresa Guiccioli 1800-1873 Lukas Chalandritsanos

In den letzten Monaten seines Lebens verliebte sich Byron heftig in den jungen Griechen, Lukas Chalandritsanos, einen Pagen, der seine Liebe nicht erwiderte. Das schmerzte Byron sehr. In einem seiner letzten Gedichte schrieb er: "Dennoch, auch wenn ich nicht geliebt werden kann/So lass mich doch lieben"("Yet, though i cannot be beloved/Still let me love")

1824 starb Byron in Griechenland, an den Folgen einer Unterkühlung, geschwächt durch medizinischen Aderlass.


So viel über die Geschichte, die sich mit der Romantik und dem Leben einiger Dichters befasst. Es gibt uns einen Einblick in eine literarische Epoche, die geprägt war durch Kritik an der Gesellschaft und Politik, die auf der Suche war nach Liebe und einem naturgemässen Lebensstil.

Es war die Zeit der "Blauen Blume".


Diesen Artikel habe ich zum Anlass genommen für eine lockere Pinselübung, die ich euch empfehlen kann. Überhaupt sollte man hin und wieder die eigene Handhabung des Pinsels testen. Man verliert sich leicht in ein zu verkrampftes Malen.

Es reicht hierfür ein Rest Papier, der Abschnitt eines zurechtgeschnittenen Aquarells.

Wenn die Übung gelungen ist, erhält man womöglich ein hübsches Buchzeichen zum Verschenken.

Ich beginne mit der gelben Mitte der Blüte, die ich mit einer Mischung aus Kobalt-Blau und Krapplack-Rot umrande. Ich setze den Pinsel dabei so selten wie nötig ab.

Aus sattem Grün, dem ich in den dunklen Bereichen etwas Ultramarin-Blau, Gelb in den Spitzen zugebe, male ich die Blätter. Auch hier versuche ich die Form mit einem einzigen Pinselstrich aufs Papier zu setzen.

Das braucht ein wenig Übung, ist aber gut machbar.



Weitere Blüten folgen und ein Stiel aus den gleichen Grünmischungen, dem ich etwas Gebrannte Siena hinzufüge.

                       



























Am Ende übermale ich einige weiss gebliebenen Stellen in den Blüten mit zartem Ultramarin-Blau und die Blüte im Hintergrund mit Kobalt-Blau.

Solche Übungen sollte man hin und wieder machen. Sie empfehlen sich vor jeder grösseren Arbeit.

 

Gruss Katharina


 


 

































32 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page