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Aquarell-winterliche Landschaft

  • Autorenbild: Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden
    Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden
  • 10. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

mit Mal Anleitung



Mein Mann und ich machten einen nachmittäglichen Spaziergang, der uns entlang der A2 in Obfelden führte. Die Luft was kalt an diesem Januartag, doch der Himmel makellos blau. Vor den Zuger Bergen lag eine leicht rosafarbene Dunstwolke, die Weitsicht aber ansonsten gut.




Mich faszinierte der Kontrast zwischen der dunstigen Ferne und dem extrem blauen Vordergrund. Der tiefblaue Acker verstärkte die Perspektive und lies den Hintergrund noch weiter in die Ferne rücken.

Im Atelier wagte ich mich sogleich an die Umsetzung.



Anleitung:

Farben: Kobalt Blau, Indigo, Vermillion Rot, Karmin hell und Karmin dunkel.

Ich machte eine einfache Skizze, um den Bildausschnitt festzuhalten.



Das leicht grobe Aquarellpapier,( Rückseite von einem misslungenen Aquarell), feuchtete ich an mit Kobalt Blau, indem ich am oberen Rand begann, nach und nach mehr Wasser zugab. Das Feld in der Mitte sparte ich aus.




Dann erhielt der Vordergrund eine weitere Schicht Kobalt Blau, wobei ich nun den Weg aussparte und die Ackerfurchen betonte.

Mit einer wässrigen Lösung Kobalt Blau und Indigo setzte ich die Bergkulisse ins Bild, löste aber die Farbe unterhalb mit Wasser auf für die Dunstwolke. Dieser feuchten Schicht gab ich eine Spur Karmin hell bei.

Sobald die Farben getrocknet waren malte ich mit den weit entfernten Waldgürtel mit der gleichen Mischung wie die Bergkulisse und liess sie trocken.




Nun folgte die Baumreihe davor, wobei die Mischung diesmal aus Indigo Blau und einer Spur Vermillion Rot (Warmer Rotton) bestand und weniger Wasser enthielt.



Mit dieser Mischung malte ich auch die Bäume rechts und links. Wieder liess ich die Farben trocknen.



Um dem doch etwas langweiligen Ausdruck entgegenzuwirken, setzte ich vereinzelte Bäume ein. Sie durchbrechen die weisse Fläche in der Mitte der Landschaft, die später von mir eine leichte Tönung erhielt. Ich vertiefte die rechte Baumgruppe und arbeitete einige Konturen heraus.


Mit einer dunkleren Mischung aus Indigo Blau und Karmin dunkel überzog ich den Vordergrund zum Schluss.


Die Stimmung einer Landschaft widerzugeben ist für mich stets eine neue Herausforderung. Ich entdecke dabei oft neue Farbmischungen. Häufig male ich die Ansicht ein zweites oder drittes Mal, verändere die Optik oder den Winkel.



Auf meiner zweiten Version nimmt der Acker im Vordergrund weniger Raum ein und hat zudem weniger Struktur.

Was am Ende gefällt ist, wie so Vieles, Ansichtssache.


Weißt du noch, wie der Himmel so blau

Über der Lärche Wipfel lag? 

So klar, so weit! 

Wir darunter auf sonniger Höh',

O traute Einsamkeit! 

 

Denkst du noch die tiefe Stille?

Leise nur ein Vogel des Waldes

Singt im Baum.

Immer so dir ins Auge zu schauen,

O seligster Traum! 

 by Johanna Müller-Hermann (1878 - 1941)


Habt Mut und starte einen Versuch oder auch zwei. Es lohnt sich!


PS-an alle Malfrauen des Mittwoch Kurses: wir werden am kommenden Nachmittag diese Landschaft aquarellieren.


Ich grüsse euch

Katharina







 
 
 

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