Aquarell-Kleine Tulpenstudie
- Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden
- 19. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
mit Anleitung

Jetzt blüht sie wieder-die Kaiserin der Blumengärten. Ihre schlichte Eleganz bezaubert Jahr für Jahr die Menschen aufs Neue. So auch mich.
Immer wieder ist sie mir Objekt für eine Studie. Tausendfach habe ich sie gemalt und gezeichnet und werde sie auch weiterhin aquarellieren.
In diesem Beitrag komme ich zurück auf die Farbe Rot und ein lockeres Arbeiten mit dem Pinsel.

Die Farbe Rot ist, ähnlich dem Grün, ist vielen Nuancen erhältlich. Durch Mischungen wird ihre Anzahl noch grösser.

Rot in der Aquarellmalerei ist eine kraftvolle Primärfarbe, die Aufmerksamkeit erregt und Emotionen wie Liebe oder Energie vermittelt.
Zurück zu den Tulpen.
Heute geht es in erster Linie um die Handhabung mit dem Pinsel. Im Beitrag vom 30. März habe ich bereits mit der Japanischen Zierqitte dieses Thema behandelt.
Ein Aquarellpinsel ist ein vielseitiges Werkzeug für das Aquarellieren. Je nach Handhabung kann ich mit ihm Zeichnungen anfertigen oder aber Flächen bearbeiten.


Beispiel 3 zeigt den Verlauf der Zeichnung, die in der Einleitung abgebildet ist. Sie wurde mit der Pinselspitze angefertigt und erst in Bild 4 koloriert.

Auf diese Weise zeichne ich viele meiner Aquarelle vor. In der Landschaft dient mir die Technik für schnelle Skizzen.

Anleitung für Tulpen mit zwei Rottönen:

Mit einem Rundpinsel Nr. 10 oder Nr. 12 und Vermillion Rot zwei Flecken auf das Papier setzen.
Trocknen lassen. Wer zum verkrampften Malen neigt, soll aufstehen. Die Farbflecken bitte nicht verziehen oder "verschlimmbessern"! Akzeptiert die Flecken so, wie sie auf dem Papier landen.

Weiter Flecken darüber setzen, Krapplack Rot hinzunehmen.

Mit Grüntönen Stiele und Blätter andeuten. Offene Tulpe in den Vordergrund malen.

In die geöffnete Blüte mit Indigo die Samenfäden andeuten.

Und noch zwei geschlossene Tulpen in den Hintergrund setzen. Fertig!!!
Ich weiss, wie schwer es manchen Malern fällt, den Pinsel frühzeitig vom Papier zu heben ohne die Farben zu vermalen. Aber versucht es einmal. Das Ergebnis wird frischer ausfallen!
"Die Kunst ist das beglückende Element meines Lebens"
sagte Hermann Max Pechstein, deutscher Maler und Grafiker

Hermann Max Pechstein 1881- 1955
Max Pechstein war ein Vertreter des Expressionismus. Nach der Begegnung mit Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel trat er 1906 als einziger akademisch ausgebildeter Maler der Künstlervereinigung "BRÜCKE" bei. Er schuf vorwiegend Bilder mit Figuren sowie Landschaften der Kurischen Nehrung (eine, an der Ostsee gelegene Landenge im südlichen Litauen).
Ich kann der Aussage von Max nur zustimmen!
Gruss Katharina









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