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Aquarell-Meer-Wellen

Autorenbild: Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden
Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden
vor 16 Stunden
2 Min. Lesezeit

mit Anleitung


Für uns Maler ist die Darstellung von Wasser immer wieder eine Herausforderung. Seine Transparenz, seine Reflexionen und seine ständige Bewegung, die sich je nach Umgebung ändert, verlangt Erfahrung.

Eigentlich ist Wasser farblos. Erst in Verbindung mit seiner Umgebung erhält es seine Farben. Ist der Himmel blau so findet sich das Blau auch im Wasser wieder. Je tiefer der See ist, umso blauer erscheint das Wasser. Ansonsten übernimmt es die Farben, die Himmel und Umgebung bieten. Sobald das Wasser in Bewegung gerät, (Beispiel Wasserfall) spielen weitere Faktoren eine Rolle. Beim Sprühnebel wird das Licht an der Oberfläche der Wassertropfen reflektiert. Wenn alle Farben des Lichts gestreut werden, nimmt unser Auge dies als Weiß an.

Verantwortlich dafür sind Sonne und Mond, wobei der Mond der Hauptverursacher der Gezeiten ist. Der Mond wirkt mit seiner Anziehungskraft wie ein riesiger Magnet auf das Wasser der Erde. Er zieht es auf seiner ihm zugewandten Seite zu sich heran. Dadurch wölbt sich der Ozean nach aussen und erschafft so einen Flutberg. Trifft die Welle auf flacheren Boden wird sie abgebremst, türmt sich auf und bricht.


Der Fluss des Wassers wird bei einem Fliessgewässer durch Geröll oder andere Hindernisse beeinträchtigt. Wie bei der Maggia im Tessin sind es grosse Felsbrocken, die dem Wasser im Wege stehen. Hier bestimmen sie die Farbgebung.

 

Wellen könnte man als Spiel des Wassers bezeichnen. Sie entstehen häufig durch Wind, der über eine Wasseroberfläche weht und durch Reibung Energie überträgt. Wasserteilchen werden in kreisförmige Bewegungen gebracht. Je stärker der Wind, umso grösser sind die Wellen. Die Grösse einer Welle hängt also von der Windstärke und seiner Geschwindigkeit ab. Neben dem Wind können Wellen auch durch Erdstösse entstehen, was bei einem Tsunami der Fall ist.

Wer schon einmal die Wellenbewegung am Meer beobachtet hat wird, wie ich, fasziniert sein von der Kraft, die hinter diesen Vorgängen liegt. Flut und Ebbe im Wechsel von etwa 6 Stunden bestimmen das Leben an den Küsten.



Eine Welle  besteht aus Wasser, das mit Luft vermischt wird. Die feinen Luftbläschen im aufgewühlten Wasser fangen das Sonnenlicht ein und reflektieren es. Sie wirken wie ein Spiegel.

Algenrückstände stabilisieren diese Bläschen und erzeugen so den weissen Schaum.

Wir müssen beim Aquarellieren darauf achten und die diese weisse Fläche auf dem Papier aussparen. 

Um die Dramatik von Wellen wiederzugeben, braucht es dynamische Pinselstriche. Wobei man vorzugsweise zwischen nassen und trockenen Farbaufträgen wechselt.


Verwendete Farben:  Kobaltblau, Ultramarin, Lichter Ocker, Siena gebrannt

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung:



1. Die Form der Welle, Boote und Felsen leicht vorzeichnen. Den oberen Bereich des Bildes mit klarem Wasser anfeuchten.



2. Bereich des Meeres und des Himmels mit einer dünnen Lasur Kobalt Blau überziehen, dabei die entfernten Wellenberge, Felsen, Boote und die Wolkenschicht auslassen.



3. Dem Himmel eine weitere Schicht zufügen. Hierzu im oberen Bereich Ultramarin verwenden. (Wolken auslassen, bzw. auswaschen).



4. Wellen verstärken.



5. Jetzt das Wellental ausarbeiten mit unterschiedlichen Blautönen. Anschliessend dem Fels eine Tönung geben, Segelboote auslassen.


6. Nun dem Wellenkamm etwas Farbe geben. Dabei die Peinselstrische locker und vor allem vertikal ausführen. Die Schaumkrone teilweise aus dem Papier vorsihtig mit einem Cutter  herauskratzen.


7. Schattenseite der Felsen mit Gebr. Siena verstärken und Boote hervorheben.


Versucht euer Glück. Ich drücke die Daumen.

Erich Kästner sagte einmal: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." 


Gruss Katharina

 
 
 

1 Kommentar


praxis
praxis
vor 13 Stunden

Wunderschön - und motivierend!

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