• Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden

Homeschooling - Aquarell auf Japanpapier


Aquarell auf Japanpapier KP


"Ich male Blumen, damit sie nicht sterben."

Frida Kahlo de Rivera (1907 - 1954) war eine mexikanische Malerin.



Frida Kahlo

Was für eine wunderbare Erklärung einer starken Frau. Dabei ist sie nicht durch das Malen von Pflanzen bekannt geworden, sondern durch ihre Biografie, die ein Leben aufzeichnet, das gezeichnet war durch Krankheit, physische und psychische Leiden und einen ausschweifenden Lebenswandel. Ihre Ehe mit dem Maler Diego Rivera war ebenso ein Kampf, wie die Bewältigung ihrer Krankheit. Vermutlich durch eine Kinderlähmung hatte sie von Kindheit an eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Durch ihre gesundheitlichen Beschwerden musste Frida Kahlo lange Zeit im Bett verbringen. Die Folge der Erkrankung war ein kürzeres und dünneres Bein.

Später, am 17. September 1925, wurde Frida Kahlo Opfer eines schweren Busunfalls, der ihr Leben auf den Kopf stellte und es prägte. Dabei wurden ihr Becken und der Rücken von einer Haltestange durchbohrt und ihre Beine gebrochen. Die Folgen waren zeit ihres Lebens lange Krankenhausaufenthalte mit mehreren Operationen und große Schmerzen, sowie die Amputation ihres rechten Beines bis zum Knie. Ab diesem Zeitpunkt, 1951, war die Künstlerin gezwungen, ein Gipskorsett zu tragen und im Rollstuhl zu sitzen. Trotzdem engagierte sie sich politisch und begann wieder zu malen. Auf ihren zahlreichen Selbstportraits sieht man sie oft mit ihren Tieren, (mehreren Vögeln, ein Hund, ein Reh, zwei Affen) die sie auch in Wirklichkeit besass, stolz und selbstbewusst.


















„Ich male mich, weil ich sehr viel Zeit allein verbringe und weil ich das Motiv bin, das ich am besten kenne.“


Von den 144 bekannten Bildern, die sie malte, sind 55 Selbstportraits.


Frida Kahlo wandte sich unzähligen Männern, aber auch Frauen zu, darunter Isamu Noguchi, Leo Trotzki, Josephine Baker, Nickolas Muray. Am 6. November 1939 ließ sich das Ehepaar scheiden, um knapp ein Jahr später in zweiter Ehe sich wiederzuverheiraten.


Auf dem Foto links sieht man sie mit ihrem Mann, dem Maler Diego Rivera.







In New York fand 1938 die erste Einzelausstellung Frida Kahlos statt, an der sie, im Bett liegend, teilnahm.

Am 13. Juli 1954, starb Frida Kahlo vermutlich an einer Lungenembolie nach ihrem 47. Geburtstag.


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Blumen schaffen immer und überall eine wohltuende Atmosphäre. Mit ihrem Farben- und Formenreichtum erfreuen sie unsere Augen. Ich möchte behaupten, dass alle Künstler irgendwann einmal Blumen gemalt haben. Weniger bekannt sind die Blumenbilder von Picasso

Hier zwei Beispiele:

















Mit einfachen, schwungvollen Strichen entstehen zarte Blüten, fast wie von selbst und ohne Vorzeichnen. Der Pinsel gleitet nahezu über das Papier.


Wunderschön sind diese Iris von Oskar Kokoschka. In diesem Aquarell leuchten die Farben besonders intensiv. Auch Kokoschka hat dem Weiss viel Raum gelassen und die Farbflecken gezielt aufgetragen.

Auch Claude Monet versuchte sich an Blumen, was uns nicht wundert. Er hatte einen wundervollen Garten, der sein Haus umschloss. Seine Iris kommen durch den blauen Hintergrund besonders zur Geltung.



Hier noch zwei Blumenbilder der amerikanischen Künstlerin Georgia O`Keeffe. Ihre Blumenabbildungen setzte sie meistens in eine Landschaft.


Krokusse KP


Beim Aquarellieren muss man unbedingt auf die Beschaffenheit der Blumen achten. Krokusse haben zarte Blätter und sollten demzufolge mit einem zarten Farbauftrag gemalt werden.


Iris und Tulpen KP


Iris und Tulpen dürfen dagegen stärker betont werden. Sie leben von der Kraft der Farbe.


Die wenigen Beispiele sollen zeigen, was bei der Wiedergabe von Blumen beachtet werden muss. Oft nimmt uns ein bunter Strauss gefangen und wir können nicht widerstehen, ihn zu verewigen, wie es Frida Kahlo tat. Doch bevor wir beginnen, lohnt es sich, über Farben und Bildaufbau nachzudenken.


Viel Spass Katharina


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