• Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden

Homeschooling-Aquarell

Herbstliche Wiese


Wenn einer einen blütenreichen Frühling und einen satten Herbst erlebt, so muss er sich doch eingestehen, dass es schön ist, Mensch zu sein.

Kumagai Naoyoshi, (1782-1862)



Nicht nur Bäume verändern ihr Aussehen im Herbst und im Winter. Auch die Wiesen kleiden sich farbenfroh bevor der Schnee sie niederdrückt.




In diesem Jahr beglückt uns der Herbst erneut mit seinem Farbenrausch. Die Zeit dieser Pracht ist kurz und schon bald fallen die Blätter zu Boden, von Wind und Sturm von den Ästen gerissen. Häufiger als in den letzten Jahren wabert am Morgen schon der Nebel ums Haus. Selbst der Eisenholzbaum in unserem Garten enttäuscht mich. Ich hatte ihn farbiger in Erinnerung. Trotzdem möchte ich euch wieder ein paar Tipps geben, wie man Herbstliches wirkungsvoll aufs Papier bringen kann. In den Blog Beiträgen Nr. 52, 53 und 54 aus dem Jahr 2020 gab ich Anregungen, wie man Herbstblätter mit Aquarellfarben zaubert. Im Beitrag Nr.55 findet ihr eine Anleitung für eine herbstliche Landschaft.

Heute zeige ich euch, wie ihr vorgehen könnt wenn ihr eine Wiese aquarellieren möchtet.


1. Ich feuchte das Papier grosszügig an und setze Farbflecken in Lichter Ocker, Orange und Gebrannte Siena. Sie sollen ineinanderlaufen können.

2. In die noch feuchte Farbe gebe ich weitere Pinselstriche in Olivegrün und Zinnober Rot.


3. Wenn die Farben getrocknet sind, folgen einige detaillierte Gräser, die ich über das Feld hinausziehe.

4. Weiter Gräser verdichten die Wiese und geben ihr mehr Tiefe. Aber Vorsicht! Nicht übertreiben!


5. Zum Schluss kratze ich einzelne Grashalme heraus. So habe ich eine Kombination aus nasser und trockener Technik erstellt.



Ich empfehle euch, diese Übung mehrfach zu machen. Da die Farben nach dem Trocknen wesentlich an Stärke verlieren ist ein wenig Übung von Nutzen.


ich wünsche allen einen ereignisreichen Herbst

Katharina





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