• Katharina Proch Pleiss - Malschule Obfelden

Homeschooling

Aktualisiert: Juli 26



Corona hat uns fest im Griff. Die sog. 2. Welle schwappt über uns hinweg und zwingt uns, unser Leben neu zu überdenken. Die Natur lässt sich davon nicht beeindrucken. Der Herbst übertrifft sich in seiner Farbigkeit. Er präsentiert sich in all seiner Pracht, als ob er uns entschädigen möchte für all unseren Frust.


















Erstaunlich, mit welchen Farben uns der Herbst immer wieder überrascht.



Mein Eisenholzbaum in unserem Garten ist mir der Liebste.


Zurzeit sind unsere Malkurse wieder einmal auf Eis gelegt. Damit wir das Aquarellieren nicht verlernen und die Seele nicht verkümmert habe ich beschlossen, wie im Frühjahr, euch Malfrauen eine Hausaufgabe zu geben.

Ich werde euch Schritt für Schritt an die Quelle des Aquarellierens führen und zeigen, wie ihr mit dieser Technik die Farben des Herbstes einfangen könnt. Wir werden zu Beginn lockere Pinselübungen machen, ohne kleinliches Gepinselte ein farbiges Blatt aufs Papier zaubern. Das ist gar nicht so schwer wie ihr feststellen werdet.

Auf gehts!



Zuerst einmal beschränken wir uns auf wenige Farben. Ich habe mich für ein warmes Gelb, ein Zinnoberrot, gebrannte Siena und Umbra Natur entschieden.

Die Farben sollten sauber sein, ebenso das Wasser. Ich benutze einen dicken Pinsel der gut und viel Farbe aufnehmen kann.

Die Farbe wird sorgfältig angerührt und grosszügig aufgetragen. Seid nicht zu geizig mit ihnen. Ich setze den Pinsel leicht auf das Papier und drücke ihn dann beim Verziehen ein wenig an damit der Farbauftrag breiter wird. Der Pinsel liegt dann in seiner ganzen Breite auf dem Papier. Es ist unwesentlich, ob ich den Auftrag von oben oder von unten vornehme. Versucht Beides.

Will ich zweifarbig schaffen wie auf Bild 5 und 6, so fülle ich den Pinsel zuerst mit der hellen Farbe und nehme die dunklere mit der Pinselspitze auf.

Bitte zügig schaffen, ohne abzusetzen.



Diese lockeren Farbflecken sollten geübt werden.

Versucht bitte verschiedene Farbmischungen!

In die noch feuchte Farbe lassen sich punktuell weitere Farben einbringen.

Wenn man jetzt noch die Stiele anbringt, so schaut das Ganze doch schon nach Blättern aus.



Jetzt darf auch schon mit Formen gearbeitet werden. Dabei sollte man immer locker bleiben und sich noch nicht zu sehr in Einzelheiten verlieren.

Auf Bild 6 habe ich mit einem zweiten Farbauftrag dem Blatt eine dreidimensionale Form gegeben.

Manchmal bietet es sich an, das Papier vor dem Auftrag leicht anzufeuchten, gegebenenfalls die Form mit zarter Farbe (Gelb oder auch Blau) vorzuzeichnen. Der zweite Auftrag überdeckt diese meistens.



Ich denke, dass diese Übungen für den Anfang reichen.

In meinem nächsten Blog- Eintrag geht es dann weiter.


Mein Vorschlag wäre, ein grosses Blatt Aquarellpapier in mehrere Flächen zu unterteilen und dort hinein Blätter zu malen oder aber kleine Aquarelle anzufertigen in etwa gleicher Grösse (ähnlich den Eier im Frühjahr).

Vielleicht lässt sich daraus am Ende ein Büchlein herstellen.


Geht hinaus in die Wälder und haltet die Augen offen. Ihr werdet überrascht sein.



Bunt sind schon die Wälder

Gelb die Stoppelfelder

Und der Herbst beginnt.

Rote Blätter fallen

Graue Nebel wallen-

Kühler weht der Wind.


Wie die volle Traube

Aus der Rebenlaube

Purpurfarbig strahlt!

Am Geländer reifen

Pfirsiche mit Streifen-

Rot und weiss bemalt.

von Hannes Wader


Ich wünsche viel Freude beim Malen


Katharina

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